Historische Daten mit Bildern
Duisburg 10.Jh.
Im Duisburger Stadtbereich stand eine Pfalzanlage , in der schon die fränkischen Könige im 10. Jh. auf ihrer Reise den Hellweg entlang logierten.
Duisburg 13.Jh.
Der Handel der mittelalterlichen Stadt Duisburg ging durch die Verlagerung des Rheinstroms seit dem 13. Jh. nieder, das Handwerk dagegen erblühte.
In der Stadt lebten um 1550 ca. 2500 bis 3000 Einwohner in 500 Häusern.
Durch eine regelmäßige Schifffahrt in die Niederlande blühte dann auch der Handel wieder auf.
Duisburg 18.Jh.
Bis 1850 in den mittelalterlichen Stadtmauern lebten lediglich ca. 8 000 Einwohner bei 800 Häusern lebten.
Duisburg 19.Jh.


Erst seit der 2. H. d. 19. Jh. wurde Duisburg zur Schwerindustriestadt mit heute mehr als einer ½ Million Bewohnern und dem größten Binnen-Hafen-system Europas.
Komplette Historie Duisburg in Schrift
Anf. 5. Jh. Römische Präsenz in der Duisburger Altstadt zur Sicherung des Rheinübergangs und der Ruhrmündung.
Um 420 Neubesiedlung der Duisburger Altstadt.Franken aus dem Inneren Germaniens übernehmen die Stellung der Römer. Auf dem Burgplatz wird ein Königshof errichtet.
883 Die Normannen erobern Duisburg und überwintern hier.Es erfolgt die früheste schriftliche Erwähnung Duisburgs.
10. Jh. Der Königshof Duisburg wird zur Königspfalz ausgebaut.
um 1120 Bau einer Stadtbefestigung.
1129 König Lothar III. erlaubt den Duisburgern, im Wald Steine zu brechen. Älteste im Stadtarchiv vorhandene Urkunde.
1136 Die Abtei Hamborn wird gegründet.
1145 König Konrad III. genehmigt den bereits erfolgten Bau von Bürgerhäusern rund um die Pfalz.
um 1145 Die Johanniter gründen in Duisburg ihre erste Niederlassung auf deutschem Boden. Der staufische Vorgängerbau der Salvatorkirche wird errichtet.
um 1200 Der Rhein verlegt seinen Lauf von Duisburg weg.
1234 Ein Duisburger Bürger gründet das Zisterzienserinnenkloster in Duissern.
1274-1275 Einrichtung der Ratsverfassung mit zwei Bürgermeistern.
1290 König Rudolf von Habsburg verpfändet die Stadt an den Grafen von Kleve.
13. Jh. Bau der heute in Überresten noch vorhandenen Stadtmauer.
1316 Mit dem Bau der gotischen Salvatorkirche wird begonnen.
1350 Judenprogrom in Duisburg.
1371 Ruhrort wird als Zollstätte auf dem "Homberger Werth" gegründet.
1392 Früheste Erwähnung des Ruhrorter Hafens.
1407 Duisburg wird wieder in die Hanse aufgenommen.
1437 Ruhrort erhält das Recht zur Stadtbefestigung.
1445 Die Duisburger wehren einen Angriff des Kölner Erzbischofs ab.
1479 Grundsteinlegung zum jetzigen Turm der Salvatorkirche.
1513 Die Gilden erheben sich erfolglos gegen die führenden Familien.
1549 Bisher früheste nachweisbare Erwähnung der Beecker Kirmes.
1551 Erste Nennung der Siedlung Ruhrort als Stadt.
1552 Gerhard Mercator (1512-1594) läßt sich in Duisburg nieder.
1555 Die wundertätige Salvatorstatue wird aus der Kirche entfernt, die Reformation hat sich endgültig durchgesetzt.
1566 Johannes Corputius vollendet seinen farbigen Stadtplan.
1579 Die erste gedruckte Stadtchronik erscheint.
1608 Die Duisserner Nonnen erwerben das Drei-Giebel-Haus.
1613 Bildersturm in Duisburger Kirchen.
1655 Die Universität Duisburg (bis 1818 ) wird feierlich eröffnet.
1665 In Ruhrort entsteht eine Schiffergilde.
1666 Duisburg fällt mit dem Herzogtum Kleve endgültig an Brandenburg.
1674 Ein regelmäßiger Schiffsverkehr (Börtschiffahrt) verbindet Duisburg mit Nimwegen.
1701 Kurfürst Friedrich III. läßt sich als Friedrich I., König in Preußen, krönen. Ruhrort wird preußischer Besitz.
1712 Erste Schiffswerft in Ruhrort.
1715 Die preußische Finanzverwaltung organisiert das Kämmereiwesen Ruhrorts.
1716 Der Ruhrorter Magistrat beschließt den Bau eines angemessenen Hafens.
1720 Auf dem Salvatorkirchtum wird eine Sternwarte eingerichtet.
1730 Ruhrorter Schiffer betätigen sich in den rheinaufwärts gelegenen Städten als Kohlehändler.
1753 - 1754 Der Ruhrorter Hafen wird gründlich überholt und ausgebaut.
1756 Als erstes Haus außerhalb der Ruhrorter Stadtmauer wird das heute sog. Hanielsche Stammhaus errichtet.
1766 Die preußische Regierung übernimmt die Verwaltung des Ruhrorter Hafens.
1770 12 Familien aus Hessen-Darmstadt begründen als Kolonisten den heutigen Stadtteil Neudorf.
1780 Die Ruhr ist schiffbar von Herdecke bis Ruhrort.
1816 Freiher Ludwig von Vincke, seit 1813 Zivilgouverneur von Westfalen,wird Oberpräsident der Provinz Westfalen und Direktor der Ruhrschiffahrtsverwaltung
1820 Erste Hafenerweiterung. Der Inselhafen wird gebaut. Das alte Hafenbecken dient als Zufahrt.
1824 Mit der Schwefelsäurefabrik des Fr.W. Curtius beginnt der Aufbau der chemischen Großindustrie.
1826 Gründung des "Rhein-Kanal-Aktienvereins"
1828 Franz Haniel eröffnet in Ruhrort eine Werft für den Bau von Dampfschiffen.Erster Spatenstich zum Ausbau des verlandeten Rheinarms, am 10. April 1828
1828 - 1832 Bau des Rheinkanals (späterer Außenhafen) und Anlage eines Freihafens an der Einmündung des Dickelsbaches (Zollhafen).
1833 Abbruch des letzten mittelalterlichen Stadttores.
1834 Gründung des "Verein zur Beförderung der Kohleverschiffung auf Ruhr und Rhein".
1837 - 1842 Bau des Schleusenhafens in Ruhrort mit Durchstich zum Inselhafen. Verbindung zur Ruhr durch einen Schleusenkanal mit Kammerschleuse am Hafenzugang.
1840 - 1844 Bau des "Hafenbassin", des jetzigen Innenhafens mit Anschluß an den Rheinkanal und Anbindung an die Ruhr durch ein Kilometer langen Ruhrkanal. Das Hafenbassin wird westlich durch eine Sperrschleuse und östlich durch eine Kammerschleuse begrenzt.
1847 Die Köln-Mindener Eisenbahn wird an den Duisburger Hafen angebunden.
1848 Die Ruhrorter Häfen erhalten Anschluß an die Köln-Mindener Bahn
durch einen Zweiganschluß nach Oberhausen
1851 Die ersten Hüttenwerke entstehen am Rhein im Duisburger Gebiet.
Die ersten Werkhäfen und werkseigenen Umschlagstellen entstehen.
1856 Die "Ruhrort-Homberger-Rhein-Trajektanstalt" nimmt den Betrieb auf.
1856 - 1858 Ausbau des Dickelsbaches von der Sperrschleuse.
1860 Zusammenschluß beider Kanal-Vereine in Duisburg zum "Rhein-Ruhr-Kanal-Aktien-Verein".
1860 - 1867 Bau des Nord- und Südhafens in Ruhrort.
1861 - 1864 Vertiefung des Rheinkanals. Erneuerung der Sperrschleustentore sowie Erweiterung und Ausbau der Kanalmündung.
1865 Friedrich Albert Lange gibt in Duisburg den "Boten vom Niederrhein" heraus.
1867 Beginn des Kohlebergbaus in Hamborn.
1867 - 1874 Die Rheinische Bahngesellschaft legt in Hochfeld den Nordhafen, den Südhafen und den Kultushafen an.
1873 Duisburg wird kreisfreie Stadt. Fertigstellung der ersten Eisenbahnbrücke Hochfeld-Rheinhausen.
1872 - 1890 Bau des Kaiserhafens und des Hafenmundes.
1889 Die Stadt Duisburg übernimmt die Häfen vom Rhein-Ruhr-Kanal-Aktien-Verein mit allen Schulden und Lasten. Sie installiert einen Hafenbahnhof und legt an einem Wendeplatz im Innenhafen den Holzhafen an.
1873 Duisburg wird kreisfreie Stadt. Fertigstellung der ersten Eisenbahnbrücke Hochfeld-Rheinhausen.
1889 - 1893 Erweiterung des Innenhafens.
1895 - 1898 Bau des Parallelhafens.
1890 Einstellung der Ruhrschiffahrt oberhalb von Mülheim an der Ruhr.
1891 Die "Hüttenschule", frühester Vorgänger der Universitätsneugründung (1972),
übersiedelt von Bochum nach Duisburg.
1900 - 1905 Duisburg beginnt den Bau eines groß angelegten Hafens in der Rheinaue bei Neuenkamp. Ruhrort plant ebenfalls die Ausweitung der Hafenanlagen.
1901 Gründung der Schifferbörse in Ruhrort
1902 Das neue Rathaus wird eingeweiht.
1903 - 1908 Anlage des Hafenkanals mit den Hafenbecken A, B und C sowie des Bahnhofs "Duisburg-Ruhrort-Hafen neu". Der Hafenkanal dient darüber hinaus als Zufahrt zu dem seit 1906 im Bau befindlichen Rhein-Herne-Kanal.
1905 Die Städte Duisburg, Ruhrort und Meiderich vereinigen sich. Zusammenschluß der Duisburger und Ruhrorter Häfen. Duisburg stellt den Bau der Hafenanlage in der Rheinaue ein.
1910 Die Brüder Karl und Peter Strack starten zum ersten Motorflug in Duisburg.
1912 Das Duisburger Stadttheater wird eröffnet.
1914 Der ovale Inselhafen wird zum Teil, der Schleusenhafen ganz zugeschüttet.Anschluß der Häfen an das westdeutsche Kanalnetz durch Fertigstellung des Rhein-Herne-Kanals. Bau des Vinckekanals.
1918 Der Rhein-Ruhr-Hafenbetriebsverein e. V. wird gegründet.
1921 Homberg erhält Stadtrechte.
1926 Im September werden die öffentlichen Häfen der Interessen- und Betriebsgemeinschaft in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, die "Duisburg-Ruhrorter Häfen AG". Eingebracht werden die staatlichen Häfen in Ruhrort, die städtischen Häfen in Duisburg und die ehemals der Bahn gehörenden Häfen in Hochfeld und Ruhrort. Anteilseigner sind zu zwei Dritten Preußen und zu einem Drittel die Stadt Duisburg.
1929 Duisburg und Hamborn werden vereinigt.
1934 Rheinhausen erhält Stadtrechte. Eröffnung des Duisburger Zoos.
1945 Im Krieg werden 80% der Wohngebäude zerstört oder schwer beschädigt.Die Häfen und ihre Anlagen sind weitgehend verwüstet, das Versorgungsnetz zerrissen und die Brücken gesprengt. Provisorische Instandsetzung von Umschlaganlagen zwecks Versorgung der Bevölkerung.
1950 Das zerstörte Stadttheater wird nach teilweisem Wiederaufbau neu eröffnet.
1950 - 1965 Beseitigung der Kriegsschäden und Wiederaufbau. Umstrukturierung der Häfen infolge des Übergangs von Kohle auf Mineralöl. Ölinsel, Schrottinsel und Kohleninsel entstehen. Durch gezielte Bergbaumaßnahmen werden die Hafenbecken in Ruhrort abgesenkt, zum Ausgleich der Rheinsohlenerosion im Hafen.
1958 Walsum erhält Stadtrechte.
1962 Letzte Förderung auf der Schachtanlage Neumühl.
1964 Eröffnung des Wilhelm Lehmbruck Museums.
1968 Die Pädagogische Hochschule Ruhr, Abteilung Duisburg, nimmt ihren Lehrbetrieb auf. Zuschüttung des Kaiserhafens zu zwei Dritteln, ferner des Hellinghafens und des Zollhafens.
1972 Gründung der Universität Duisburg, Gesamthochschule.
1975 Duisburg, Walsum, Homberg, Rheinhausen, Rumeln-Kaldenhausen und Baerl werden zur neuen Stadt Duisburg zusammengeschlossen.
1976 Das restaurierte Drei-Giebel-Haus wird seiner neuen Bestimmung als Atelierhaus für Künstler übergeben.
1978 - 1980 Bau der "Neue Schleuse Duisburg-Meiderich" zum Rhein-Herne-Kanal. Am 07.11.1980 wird die Schleuse dem Verkehr übergeben.
1979 Das Museum der deutschen Binnenschiffahrt in Duisburg-Ruhrort wird eröffnet.
1982 Zuschüttung des Nordhafens Hochfeld.
1983 Stadtjubiläum - 1100 Jahre Duisburg Der Vinckekanal wird ausgebaut.Probeweise Einführung der Schubschiffahrt mit sechs Leichtern. Aufkommen modernster Fluß-See-Schiffe für Stückgut, Container und Trailer.
1984 Offizielle Einweihung des ersten Container-Terminals DeCeTe und der Roll-on/Roll-Off-Anlage. Die Ruhrkohle nimmt auf der Kohleninsel eine neue Verladeanlage in Betrieb.
1986 6. Hanse-Tage der Neuzeit
1987 Die renovierte Ruhrschleuse nimmt ihren Betrieb auf. Die alte Schleuse I in Meiderich wird abgebrochen. Die Sechser-Schubfahrt auf dem Rhein wird vom Parlament der Niederlande genehmigt. 27. Mai: Inbetriebnahme des "Rhein-Ruhr-Terminal" im Parallelhafen.
1988 Am 28. Februar Ruhrgebietskonferenz beim Bundeskanzler.
Intensive Bemühungen um die Genehmigung eines Freihafens in Duisburg.
1989 XV. Sommer-Universiade Duisburg '89. Ein Bahnhof für den kombinierten Verkehr mit Anschluß an die Nord-Süd-Magistrale durch die "Südkurve" wird geplant. Das Gesetz zu Errichtung neuer Freihäfen und zur Änderung des Zollgesetzes tritt am 1. August in Kraft. Am 21. September Grundsteinlegung zum Freihafen im Nordhafen Ruhrort.
1990 Eröffnung des FreihafensIm Südhafen entsteht eine zweite wasserüberspannende Lager- und Verladehalle. 10. Juli, Gründung der DFL Duisburger Freihafen Lagerhaus Gesellschaft mbH & Co. KG, der heutigen DFL Freihafen GmbH7. Oktober, Verlegung des ersten Schienenstücks als Grundstein für den kombinierten Ladungsverkehr. Am 23. November feierliche Einweihung des Duisburger Freihafens,des ersten Freihafens im Binnenland.Richtfest des Logistic-Centers Kaßlerfeld.
1991 275jähriges Jubiläum des Rhein-Ruhr-Hafens Duisburg Der Freihafen nimmt planmäßig am 2. Januar seinen Betrieb auf.
1992 Eröffnung der Stadtbahn. Haus der Wirtschaftsförderung werden eröffnet. Eröffnung des Bahnhofs für den kombinierten Verkehr am Ruhrorter Südhafen
1993 - 1996 Ausbau des Ruhrorter Südhafens
1994 Gerhard-Mercator-Jahr zum 400. Todestag und Umbenennung der Universität in Gerhard-Mercator-Universität (Gesamthochschule Duisburg).
Bau der 3. Halle im Freihafen
1995 Umgestaltung des Südufers am Ruhrorter Südhafen zur unmittelbaren Anbindung des Bahnhofs für den kombinierten Verkehr an den Schiffsverkehr
1996 Beginn der Verfüllung des letzten Drittels des Kaiserhafens bis zur Kaiserhafenbrücke. Die Stadt erwirbt die Duisburger Kupferhütte (21 ha)
Eröffnung des Musical-Theaters Duisburg am Marientor.
1997 Gründung der Port Agency GmbH, einer 100prozentigen Tochter der Duisburger Hafen AG,zur Verbesserung des Standortmarketings.
Bau des PCD Packing-Center Duisburg zum seemäßigen Verpacken hochwertiger Güter. Zweite Baustufe zur Verfüllung des Kaiserhafens bis zum Vinckekanal.
1998 15.September: Gründung der Rhein-Ruhr Hafen Duisburg-Rheinhausen GmbH, Erwerb von 215 ha des ehemaligen Krupp-Hüttenwerks in Rheinhausen.22. Dezember: Gründung der Logport-Logistic-Center Duisburg GmbH zur Entwicklung und Vermarktung des Krupp-Geländes.
Inbetriebnahme eines Importkohleterminals der RAG AG auf der Kohleninsel in Ruhrort
1999 Ansiedlung der Firma New Wave, Tochter der japanischen Großreederei NYK, auf dem Logport-Gelände. Inbetriebnahme des ECT Duisburg Terminals, des 3. Containerterminals in Duisburg. Bau der vierten Lagerhalle im Duisburger Freihafen.Abschluß der Verfüllung des Kaiserhafens und Geländegewinn von 24 ha.Vertragsunterzeichnung mit der Interspe Haman Group und dem britischen Logistikunternehmen P&O zur Ansiedlung auf dem Logport-Areal.
2000 Gründung einer Gesellschaft zum Bau und Betrieb des DIT Duisburg Intermodal Terminals bei Logport Umbennenung der Duisburg-Ruhrorter Häfen AG in Duisburger Hafen AG unter der neuen Dachmarke "duisport".