Heimatbuch neu aufgelegt
Es war seit Jahren vergriffen, das Heimatbuch "Wedau" von Friedhem Stöters. Der örtliche Bürgerverein hat das immer noch unübertroffene Werk jetzt in 500 Exemplaren
neu aufgelegt. Die Geschichte einer Eisenbahnersiedlung
Von Martin Kleinwächter
Es ist zwar schon 19 Jahre alt, in der Darstellung der Geschichte Wedaus aber bis heute unübertroffen. Deshalb hat sich der örtliche Bürgerverein auch entschlossen, das Heimatbuch von Friedhelm Stöters, "Wedau - die Geschichte einer Siedlung", in einer dritten Auflage herauszugeben. Maria Stöters, Witwe des schon 1993 verstorbenen Autors, gab ihrJa dazu.
Das Buch war 1988 aus Anlass des 75-jährigen Bestehens der Eisenbahnersiedlung vorgelegt worden. "Es hinterließ bleibende Eindrücke",schreiben dazu Maria Brauer-Eßer und Wolfgang Gebhard vom Bürgerverein im Vorwort zur Neuauflage. Denn noch heute genieße man die Darstellung, möchte wieder und wieder in den Quellen- und Fotonachweisen blättern und sich in die Dokumentation vertiefen.
Stöters beginnt mit den frühesten Zeugnissen menschlichen Aufenthalts in dem ursprünglichen Waldgebiet, dessen Besiedlung mit dem Bau der Rheinischen Bahnstrecke von Troisdorf nach Speldorf 1874 begann. Ausführlich wird dann beschrieben, wie es nach der Jahrhundertwende zum Neubau einer Siedlung kam, um die in Wedau tätigen Eisenbahner nicht länger aus Speldorf heranfahren zu müssen.
Ihre Weiterentwicklung bis in die 80er Jahre, etwa der Bau der Kupferhütten-Siedlung oder die Anlage der Sechs-Seen-Platte wird eben so abgehandelt wie die Entwicklung der großen Bahneinrichtungen: des Rangierbahnhofs, des Ausbesserungswerks,des Bahnbetriebswerks und des Gleisbauhofs. Auch den Wedauer Kirchen, Parteien und Vereinen ist ein langes Kapitel gewidmet.
"Vieles wäre seit damals darstellenswert" fahren Brauer-Eßer und Gebhard in ihrem Vorwort fort. "Im Grunde müssten wir einen Autor für all die weiteren Ereignisse finden." Müssten doch seit 1988 der (zweifache) Bau des Aussichtsturms, des heute immerhin höchsten begehbaren Punkts im Stadtgebiet, der Denkmalschutz, der Rückbau der Bahnanlagen und die Privatisierung der Eisenbahner-Wohnungen nachgetragen werden.
Friedhelm Stöters kann das nicht mehr übernehmen. Obwohl schon länger krank, starb er 1993 trotzdem überraschend an den Folgen eines Herzinfarkts. Bis dahin hatte der pensionierte Bahnbeamte mehrere Darstellungen zur Geschichte der Eisenbahn im Rheinland verfasst. Seine Witwe Maria ist stolz, dass das Buch jetzt noch einmal in einer Auflage von 500 Stück vorgelegt werden kann. Es hat 192 Seiten, ist reich bebildert und kostet 17,50 Euro. Erhältlich ist es bei der Sparda-Bank am Wedauer Markt, bei der dortigen Post sowie bei Schreibwaren Blomenkamp am Kalkweg, ferner in Bissingheim im Schreibwarengeschäft an der Hermann-Grothe Straße sowie in Apotheke un d Bäckerei am Dorfplatz.
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75 Jahre Wedau
Das Hauptkapitel im Wedauer Heimatbuch von Friedhel Stöters:
Landschaft und frühe Besiedlung, Entstehung und Weiterentwicklung der Siedlung Wedau, Wedau im Zweiten Weltkrieg, Weiterentwicklung der Siedlung nach 1945, Wedauer Sechs-Seen-Platte, Bahnanlagen, Das Ausbesserungswerk der Eisenbahn in Duisburg-Wedau, Bahnbetriebswerk und Bahnbetriebswagenwerk in Duisburg-Wedau, vom Oberbaustofflager zum Gleisbauhof, Wedauer Gemeinden, Parteien, Vereine und Gesellschaften in Selbstdarstellung. mwk
WAZ Duisburg-Süd 2.11. - Druckausgabe