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Stadtfernsehen Duisburg - Studio 47

Kleg

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Donnerstag, 2. November 2006, 13:11

Wedau -Heimatbuch neu aufgelegt

Heimatbuch neu aufgelegt

Es war seit Jahren vergriffen, das Heimatbuch "Wedau" von Friedhem Stöters. Der örtliche Bürgerverein hat das immer noch unübertroffene Werk jetzt in 500 Exemplaren
neu aufgelegt. Die Geschichte einer Eisenbahnersiedlung

Von Martin Kleinwächter

Es ist zwar schon 19 Jahre alt, in der Darstellung der Geschichte Wedaus aber bis heute unübertroffen. Deshalb hat sich der örtliche Bürgerverein auch entschlossen, das Heimatbuch von Friedhelm Stöters, "Wedau - die Geschichte einer Siedlung", in einer dritten Auflage herauszugeben. Maria Stöters, Witwe des schon 1993 verstorbenen Autors, gab ihrJa dazu.

Das Buch war 1988 aus Anlass des 75-jährigen Bestehens der Eisenbahnersiedlung vorgelegt worden. "Es hinterließ bleibende Eindrücke",schreiben dazu Maria Brauer-Eßer und Wolfgang Gebhard vom Bürgerverein im Vorwort zur Neuauflage. Denn noch heute genieße man die Darstellung, möchte wieder und wieder in den Quellen- und Fotonachweisen blättern und sich in die Dokumentation vertiefen.

Stöters beginnt mit den frühesten Zeugnissen menschlichen Aufenthalts in dem ursprünglichen Waldgebiet, dessen Besiedlung mit dem Bau der Rheinischen Bahnstrecke von Troisdorf nach Speldorf 1874 begann. Ausführlich wird dann beschrieben, wie es nach der Jahrhundertwende zum Neubau einer Siedlung kam, um die in Wedau tätigen Eisenbahner nicht länger aus Speldorf heranfahren zu müssen.
Ihre Weiterentwicklung bis in die 80er Jahre, etwa der Bau der Kupferhütten-Siedlung oder die Anlage der Sechs-Seen-Platte wird eben so abgehandelt wie die Entwicklung der großen Bahneinrichtungen: des Rangierbahnhofs, des Ausbesserungswerks,des Bahnbetriebswerks und des Gleisbauhofs. Auch den Wedauer Kirchen, Parteien und Vereinen ist ein langes Kapitel gewidmet.

"Vieles wäre seit damals darstellenswert" fahren Brauer-Eßer und Gebhard in ihrem Vorwort fort. "Im Grunde müssten wir einen Autor für all die weiteren Ereignisse finden." Müssten doch seit 1988 der (zweifache) Bau des Aussichtsturms, des heute immerhin höchsten begehbaren Punkts im Stadtgebiet, der Denkmalschutz, der Rückbau der Bahnanlagen und die Privatisierung der Eisenbahner-Wohnungen nachgetragen werden.

Friedhelm Stöters kann das nicht mehr übernehmen. Obwohl schon länger krank, starb er 1993 trotzdem überraschend an den Folgen eines Herzinfarkts. Bis dahin hatte der pensionierte Bahnbeamte mehrere Darstellungen zur Geschichte der Eisenbahn im Rheinland verfasst. Seine Witwe Maria ist stolz, dass das Buch jetzt noch einmal in einer Auflage von 500 Stück vorgelegt werden kann. Es hat 192 Seiten, ist reich bebildert und kostet 17,50 Euro. Erhältlich ist es bei der Sparda-Bank am Wedauer Markt, bei der dortigen Post sowie bei Schreibwaren Blomenkamp am Kalkweg, ferner in Bissingheim im Schreibwarengeschäft an der Hermann-Grothe Straße sowie in Apotheke un d Bäckerei am Dorfplatz.
___________________________________
75 Jahre Wedau
Das Hauptkapitel im Wedauer Heimatbuch von Friedhel Stöters:
Landschaft und frühe Besiedlung, Entstehung und Weiterentwicklung der Siedlung Wedau, Wedau im Zweiten Weltkrieg, Weiterentwicklung der Siedlung nach 1945, Wedauer Sechs-Seen-Platte, Bahnanlagen, Das Ausbesserungswerk der Eisenbahn in Duisburg-Wedau, Bahnbetriebswerk und Bahnbetriebswagenwerk in Duisburg-Wedau, vom Oberbaustofflager zum Gleisbauhof, Wedauer Gemeinden, Parteien, Vereine und Gesellschaften in Selbstdarstellung. mwk

WAZ Duisburg-Süd 2.11. - Druckausgabe

Kleg

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2

Freitag, 3. November 2006, 16:01

Relikt der Gartenstadt unter Denkmalschutz

Das passt auch noch dazu.

Relikt der Gartenstadt unter Denkmalschutz
Bezirksvertretung trug Saalbau in Schutzliste ein

Viel ist von ihr nicht mehr zu sehen, von der "Gartenstadt Wedau". Doch zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte die so genannte "Gartenstadtbewegung" einigen Einfluss. Denn die teils schikanösen Wohnzustände in den Massenquartieren der großen Industriestädte hatten viele Zeigenossen nach Ideen suchen lassen, die Lebensumstände der Arbeiter zu verbessern.
Gedanklicher Vater der Gartenstadt war übrigens der Engländer Ebenezer Howard. In seinem Buch "Garden-Cities of tomorrow" entwickelte er ein gedankliches Utopia, wie die Stadt der Zukunft auszusehen habe. Theorie und Praxis lagen wie immer weit auseinander, doch auch in Deutschland fanden sich zwei Gartenstädte , die nach Howardschen Ideen konstruiert waren. Dresden-Helerau und die Margarethenhöhe in Essen.
Auch in Wedau wurden zwischen 1911 und 1931 konsequent Elemente der Gartenstadt verwirklicht.
Und mit dem "Saalbau", An den Plantanen 22, ist eines der letzten baulichen Überbleibsel nun unter Denkmalschutz gestellt worden. Das Gebäude diente übrigens als Kinosaal.
Schon 1928 Errichtet: Der Saalbau fügt sich auch heute noch nahtlos in die Siedlungsarchitektur in Wedau ein.

WAZ Duisburg-Süd 3.11. - Druckausgabe
__________________________

Wer sich für Historie interessiert, sollte sich dieses Buch zulegen. Ich habe es mir in Wedau besorgt. Es ist gut gemacht.
Im übrigen geben die Bürgervereine der einzelnen Stadtteile häufig Publikationen und Dokumentationen heraus.
Nur mal ein paar Beispiele:
Mündelheim, Heimat im großen Rheinbogen vom Bürgerverein Duisburg-Mündelheim
Rahm, Dorfgeschichte, Dorfgeschichten vom Bürgerverein Duisburg-Großenbaum/Rahm e.V. aus dem Jahre 1994 oder
Wanheimerort, Berichte Bilder, Betrachtungen vom Wanheimerorter Bürgerverein v. 1874 e.V. anläßlich zum 125jährigen Bestehen

heipi

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3

Samstag, 4. November 2006, 00:03

Sehr interessant, der Hinweis auf Publikationen der Bürgervereine. Meistens kriegt man das als Außenstehender ja gar nicht mit, weil sie nicht in einem großen Verlag veröffentlicht werden. Wäre vielleicht noch schön, wenn du dazu die Preise und Bezugsquellen hättest.

Falls jemand Interesse an Büchern über Laar hat: die Bürgervereinigung hat noch 2 Bücher vorrätig: "Duisburg-Laar - eine Reise in die Vergangenheit", viele alte Fotos, 132 Seiten, für 6 Euro und "700 Jahre Laar 1282-1982", 94 Seiten, für 4 Euro. Bei Interesse einfach eine PN an mich.
Ein Kluger bemerkt alles, ein Dummkopf macht zu allem eine Bemerkung :erwars:
(Heinrich Heine)

Kleg

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4

Samstag, 4. November 2006, 21:29

Hier einmal ein Link zu den Duisburger Bürgervereinen. Dort sind auch häufig die entsprechenden Veröffentlichungen mit Preisen und Bezugsquellen angegeben:

http://www.duisburg-wanheim.de/pageID_3596226.html

Mundilo

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5

Montag, 13. November 2006, 21:58

Zitat

Original von Kleg
Hier einmal ein Link zu den Duisburger Bürgervereinen....


Der link führt zum Bürgerverein-Wanheim - ein Schelm wer schlechtes denkt :D
Der Verband der Duisburger Bürgervereine ist unter http://www.vdubv.de zu erreichen, und von dort geht es hier zu den einzelnen Vereinen. :teach:

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