DFB-Pokal-Viertelfinale konnte nicht ausgetragen werden. Inka Grings hofft auf Wahl zur Weltfußballerin des Jahres.
Am Freitag hatte FCR-Trainerin Martina Voss-Tecklenburg noch gehofft, das Jahr 2009 mit einem Erfolg in Köln abschließen zu können – am Samstag gab's dann die Nachricht, dass daraus nichts wird. Dicke Eisschollen in beiden Strafräumen des Franz-Kremer-Stadions machten eine Absage der Viertelfinalpartie im DFB-Pokal unausweichlich. Für kurze Zeit wurde noch eine Verlegung auf den benachbarten Kunstrasenplatz in Erwägung gezogen, was sich aber ebenfalls nicht in die Tat umsetzen ließ. Einen Nachholtermin gibt es offiziell noch nicht; eine Option ist der 7. Februar.
Das Halbfinale schon erreicht hat Vorjahresfinalist Turbine Potsdam durch das glatte 3:0 gegen den 1. FFC Frankfurt; das Führungstor zum 1:0 erzielte die Ex-Duisburgerin Lira Bajramaj. Der USV Jena setzte sich beim VfL Wolfsburg überraschend mit 2:1 durch. Wie in Köln konnte auch bei der SG Schönebeck gegen den FSV Gütersloh nicht gespielt werden.
Nicht ganz komplett wird die Bundesliga-Mannschaft am Montag bei der Weihnachtsfeier sein. Aus gutem Grund: Inka Grings reist gemeinsam mit ihrer Mutter sowie Trainerin Martina Voss-Tecklenburg nach Zürich, wo am Abend die Weltfußballer des Jahres geehrt werden. Nominiert sind neben der FCR-Kapitänin noch Birgit Prinz (Siegerin von 2003 bis 2005), die zuletzt dreimal in Folge siegreiche Marta sowie mit Cristiane eine weitere Brasilianerin und die US-Amerikanerin Kelly Smith.
Der erste Höhepunkt im neuen Jahr ist für die FCR-Frauen wieder einmal das Hallenturnier des TuS Jöllenbeck. Am 16. und 17. Januar wird in Bielefeld unter dem Motto „Weltklasse 2010” gekickt. Am Start sind neben den Hüttenheimerinnen der Herforder SV, Turbine Potsdam und der SC Bad Neuenahr aus der Bundesliga sowie Fortuna Hjørring und Brøndby IF aus Dänemark, Kristianstads DFF aus Schweden und Sparta Prag aus Tschechien. Seit der vergangenen Woche können Eintrittskarten auf dem Online-Weg per Mail an
ticket@frauenturnier.com erworben werden.
NRZ 20.12.2009, Thomas Kristaniak