Hafenrundfahrten gehen in die 35. Saison. Viele neue Angebote im Programm der Weißen Flotte: Mord an Bord, Matjes in Xanten
"Leinen Los" bei der Duisburger Hafenrundfahrt-Gesellschaft: Am 1. April beginnt die Saison der Rundtouren durch Europas größten Binnenhafen. Täglich dreimal, um 11, 13 und 15 Uhr, lichtet eines der drei DHG-Schiffe die Anker zur zweistündigen Hafenerkundung. Zusteigen ist in Ruhrort an der Schifferbörse und in Homberg am Rheingarten möglich.
In ihre 35. Hafenrundfahrtsaison startet die DHG mit einem 22-seitigen Programmheft voller Touren per Schiff oder per Bus, die längst weit über die heimischen Gewässer zwischen Außenhafen und Schrottinsel hinaus führen. Neu im Angebot ist beispielsweise eine Fahrt in den niederländischen Freizeitpark "De Efteling" bei Arnheim. Wer gerne vorausplant, sei auf die Ausflüge zu den Weihnachtsmärkten in Amsterdam und Brüssel verwiesen.
Regen Zuspruch erwarten die DHG-Geschäftsführer Birgit Adler und Helmut Schoofs von Schiffstouren unter dem Motto "Duisburg - Stadt der Brücken". Schließlich gebe es hier mehr solcher Bauwerke als in Venedig. Unterwegs gibt es Informationen zu Geschichte, Bauweise und Entstehung der "Buckelbrücke", der Hubbrücke am Schwanentor, der "Brücke der Solidarität" und zahlreicher anderer wasserüberspannerder Konstruktionen.
Neu ist auch das Angebot "Vaters Muttertag" am 25. Mai. Dabei gibt es an Bord ein Brunch-Buffet für die ganze Familie - für die DHG-Planer ein ideales Geschenk für tatsächliche und andere Väter.
Bei "Mord an Bord" am 27. April und am 27. Mai werden die Passagiere bei einem Vier-Gänge-Menü zu Zeugen eines Kriminalfalles, bei dessen Aufklärung sie tatkräftig mithelfen können. Am 4. Juni nimmt ein DHG-Schiff Kurs auf die Nordsee - auch wenn sich dabei "nur" um ein gleichnamiges Binnengewässer bei Xanten handelt. In der alten Römerstadt findet an diesem Tage ein Matjesmarkt statt.
Bis zur Fußball-WM sollen für Hafenrundfahrtteilnehmer aus dem Ausland Bord-Informationen auf Italienisch, Türkisch, Englisch und Französisch zur Verfügung stehen.
Stabile Preise versprechen Adler und Schoofs für 2006, schwarze Zahlen erwarten sie nicht. Der Linienverkehr durch den Hafen sei das Problem, sagt Schoofs: "Wir müssen losfahren, auch wenn nur fünf Leute an Bord sind."
23.03.2006 Von Willi Mohrs
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