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Eagle

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Sonntag, 8. Oktober 2006, 20:25

EVD-News vom 08.10.2006

Die Stadt will dem EVD helfen

Duisburg, 8.Oktober 2006

Knut Martini ist nun schon seit 13 Jahren Stadionsprecher beim EV Duisburg. „Das musste ich aber noch nie sagen”, schüttelte er Kopf, als er das Mikrofon zur Seite gelegt hatte. „Bitte rücken sie auf”, verkündete er kurz vorher. „Draußen stehen noch Leute, die in die Halle wollen.” Fast scheint es so, als musste erst der Blitz einschlagen, bevor die Duisburger Eissporthalle endlich einmal brannte. Nach der 2:11-Katatstrophe gegen Köln und dem angekündigten Rückzug von Ralf Pape zum Saisonende, der zwei Drittel des 3,5-Millionen-Etats bestreitet, drängten sich mehr als die offiziellen 4500 Zuschauer in der Scania-Arena. Sie sahen die Füchse, die im ersten und letzten Drittel kämpften, im zweiten Abschnitt aber dumme Strafzeiten kassierten und den Frankfurt Lions so mit 3:6 (1:3, 1:3, 1:0) unterlagen.

Wichtiger als das Ergebnis war jedoch die angekündigte Hilfe von Seiten der Stadt. „Wir können das hier nicht kaputt gehen lassen”, sagte Sportdezernent Reinhold Spaniel. „Immerhin hat es 24 Jahre gedauert, um in die erste Liga zu kommen.” In dieser Woche wird Spaniel dem Oberbürgermeister Adolf Sauerland von der Situation bei den Füchse telefonisch berichten. Nach der Rückkehr des ersten Bürgers aus dem Urlaub soll es so schnell wie möglich einen Krisengipfel geben. „Wir wollen für den EVD vermitteln”, so Spaniel. „Zumindest ist diesmal genug Zeit. Anders als beim OSC Rheinhausen, als damals Götzen als Sponsor ausfiel und wir nur ein paar Tage Zeit hatten.

Die Fans feierten ihre Füchse. „Das habe ich in den über vier Jahren in Duisburg noch nicht erlebt”, sagte Trainer Didi Hegen, nachdem seine Cracks trotz Niederlage eine Ehrenrunde laufen mussten – bei weiterhin gut gefüllten Rängen.

Die Reihen hatte Hegen für die Partie gegen die Hessen umgestellt. Der wieselflinke Matt Dzieduszycki, der in jeder Partie unermüdlich über das Eis flitzt, spielte diesmal mit Martin Bartek und Rudolf Huna. Und die Anfangphase gehörte den Duisburgern – und „Diesel”, der bereits nach 42 Sekunden die erste Chance hatte. Keine vier Minuten waren gespielt, da brachte Johan Forsander den EVD im Nachschuss in Führung.

Doch wieder einmal waren es unnötige Strafzeiten, die den EVD zeitweise mit 1:6 ins Hintertreffen brachten. Alleine viermal schlugen die Lions in Überzahl zu. „Das war dumm”, ärgerte sich Hegen, der sein Team aber auch lobte: „Nach der turbulenten Woche haben die Jungs gut reagiert, stark gekämpft.”

Und wäre noch das 4:6 gefallen, es hätte noch einmal eng werden können . . .

Tore: 1:0 (3:53) Forsander (Bergström/4-4), 1:1 (7:37) Bassen (Wörle, Danner), 1:2 (13:38) Young (5-4), 1:3 (19:35) Norris (Podhradsky, Macholda/5-4), 1:4 (28:16) Ulmer (Kelly, Armstrong), 1:5 (31:01) Norris (Podhradsky, Peacock/5-3), 1:6 (35:44) Wörle (Danner, Peacock/5-4), 2:6 (39:14) Dzieduszycki (Hajt, Bartek/5-4), 3:6 (40:12) Bartek (Fortin, Schmidt/5-4). Strafen: Duisburg 20 + 10 (Seeley), Frankfurt 18 + 10 (Osterloh). Zuschauer: 4500. the

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Sonntag, 8. Oktober 2006, 20:42

Wieder ausgerutscht

Frankfurter "Löwen" schnappen genüsslich zu. EVD einmal mehr überfordert Freier Eintritt lockt 4500 Zuschauer in die Scania-Arena.


EISHOCKEY DEL

Es war alles andere als ein normales DEL-Spiel, was sich der EV Duisburg mit den Frankfurt Lions lieferte. Erstes Match nach der Trennung von Sportdirektor Uli Egen und Co-Trainer Karel Lang, sowie dem angekündigten Rückzug von Füchse-Macher Ralf Pape zum Saisonende. 4500 Fans hatten den Weg bei freiem Eintritt in die Scania-Arena gefunden. Trotz deutlicher Leistungssteigerung im Vergleich zum letzten Spiel gegen Köln, mussten sich die Füchse am Ende mit 3:6 geschlagen geben. Bereits vor dem ersten Bully hatten die EVD-Fans Transparente mit der Aufschrift "Quo vadis EVD?" und "Willst Du das Duisburger Eis zum Schmelzen bringen? Ralf Pape, die Duisburger Eishockeyszene braucht dich, bleib" hochgehalten, und damit ihre Meinung zur prekären Situation des Vereins klar und deutlich ausgedrückt.

Auch die Mannschaft schien begriffen zu haben, um was es fortan geht. Von der ersten Sekunde an legten sie mit einem Engagement los, das sie beim jüngsten Desaster gegen Köln vermissen ließen. Im Nachschuss war es Forsander, der in der 4. Minute die Hausherren in Führung brachte. Keine vier Minuten lang konnten sich die Gastgeber darüber freuen, dann fiel aus heiterem Himmel der überraschende Ausgleich für die Gäste durch Bassen. Danach legte das Hegen-Team aber wieder die alten Fehler an den Tag. Unnötige Strafzeiten, viele Scheibenverluste. Die Lions nutzten gleich die zweite Überzahl zum Führungstor, als Young den Puck durch Freund und Feind an Ehelechner vorbei über die Torlinie brachte. Und damit noch nicht genug, 25 Sekunden vor Ende des ersten Drittels ließ Ehelechner einen harmlosen Schuss von Norris aus spitzem Winkel zum 1:3 ins kurze Eck passieren.

Von dem Schock erholte sich der EVD nicht. In den ersten Minuten des zweiten Drittels wurde die Füchse in der eigenen Zone eingeschnürt. Schiedsrichter Reichert musste in der 29. Minute den Videobeweis heranziehen, um den Hessen den vierten Treffer durch Ulmer anzuerkennen. Als gleich drei EVD-Akteure die Strafbank drückten, erhöhte Frankfurt durch Norris auf 5:1. Erneut bei EVD-Unterzahl, war es vier Minuten später Wörle, der mit einem abgefälschten Schuss Ehelechner wieder das Nachsehen gab. Kurz vor der Pause, konnte Dzieduszycki verkürzen. Trainer Didi Hegen reagierte zum dritten Drittel und ersetzte den glücklosen Ehelechner durch Szuper. Gerade einmal zwölf Sekunden waren gespielt, als Bartek im Nachschuss der Anschlusstreffer gelang. Weitere Duisburger Tore blieben trotz guter Chancen aus. Auf der anderen Seite konnte sich Szuper gegen die im Angriff stets gefährlichen Gästeangreifer auszeichnen. Trotz der Niederlage forderten die Fans ihr Team zur Welle nochmals aufs Eis. Drei Spieler kamen der Bitte der treuen Anhänger nach. . ."Wer 60 Minuten kämpft, hat auch irgendwann wieder das Glück"


08.10.2006 Von Ben Nieleck
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Sonntag, 8. Oktober 2006, 20:46

"Leben selbst schwer gemacht"

EVD-Trainer Dieter Hegen bemängelte die unnötigen Strafzeiten

EVD-Trainer Dieter Hegen richtete nach der Niederlage gegen die Frankfurt Lions die ersten Worte an die EVD-Fans. "Vielen Dank ans Publikum, das uns heute ganz toll unterstützt hat." Danach kam der mittlerweile alleinige sportliche Verantwortliche der Duisburger Füchse auf die Leistung des eigenen Teams zu sprechen. "Es hat für uns heute sehr gut begonnen. Doch dann haben wir uns mit unnötigen Strafzeiten und Hektik das Leben wieder selbst schwer gemacht. Wenn man 60 Minutenfightet, kommt auch irgendwann das Glück wieder."


Sein Gegenüber, Rich Chernomaz, war über den Sieg seines Teams hocherfreut. "In den ersten 40 Minuten war ich mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden. Wir wussten, dass heute sehr viel Druck auf dem Duisburger Team liegt. Duisburg hat heute sehr hart und auch gut gespielt. Das Überzahlspiel war für unseren Sieg ausschlaggebend."


Mit wenigen Worten kommentierte EVD-Macher Ralf Pape die Niederlage der Füchse: "Wenn wir heute das 2:0 machen, ist für uns alles drin. Wenn uns später auch noch das vierte Tor gelingt, hätten wir gegen die Lions auch wieder eine Chance gehabt. So wurde es nichts mit den Punkten."


B.N.


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Sonntag, 8. Oktober 2006, 21:25

"Leben selbst schwer gemacht"

EVD-Trainer Dieter Hegen bemängelte die unnötigen Strafzeiten

EVD-Trainer Dieter Hegen richtete nach der Niederlage gegen die Frankfurt Lions die ersten Worte an die EVD-Fans. "Vielen Dank ans Publikum, das uns heute ganz toll unterstützt hat." Danach kam der mittlerweile alleinige sportliche Verantwortliche der Duisburger Füchse auf die Leistung des eigenen Teams zu sprechen. "Es hat für uns heute sehr gut begonnen. Doch dann haben wir uns mit unnötigen Strafzeiten und Hektik das Leben wieder selbst schwer gemacht. Wenn man 60 Minutenfightet, kommt auch irgendwann das Glück wieder."


Sein Gegenüber, Rich Chernomaz, war über den Sieg seines Teams hocherfreut. "In den ersten 40 Minuten war ich mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden. Wir wussten, dass heute sehr viel Druck auf dem Duisburger Team liegt. Duisburg hat heute sehr hart und auch gut gespielt. Das Überzahlspiel war für unseren Sieg ausschlaggebend."


Mit wenigen Worten kommentierte EVD-Macher Ralf Pape die Niederlage der Füchse: "Wenn wir heute das 2:0 machen, ist für uns alles drin. Wenn uns später auch noch das vierte Tor gelingt, hätten wir gegen die Lions auch wieder eine Chance gehabt. So wurde es nichts mit den Punkten."


B.N.


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