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Eagle

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Freitag, 6. Oktober 2006, 20:13

EVD-News vom 07.10.2006

Alltag geht weiter

Morgen um 14.30 Uhr kommen die Frankfurt Lions. Der Eintritt ist wie angekündigt frei.

Angesichts der ungewissen Zukunft ist es für den EV Duisburg nun schwer, zum Ligaalltag überzugehen. Dennoch steht am Sonntag, 14.30 Uhr, das Heimspiel gegen die Frankfurt Lions auf dem Spielplan - bei freiem Eintritt. Diese Entschuldigung hatten die Füchse nach dem 2:11 gegen Köln angekündigt. Dauerkarteninhaber bekommen als Entschädigung drei Freigetränke in der Partie gegen die Hessen.

"Ich hoffe, dass die Fans uns weiterhin unterstützen", sagt Ralf Pape. "Platz zehn bleibt unser Ziel." Dennoch macht Pape auch keinen Hehl daraus, dass durch die Abschaffung des Abstiegs der sportliche Reiz verloren gegangen ist. "Der Klassenerhalt war eine tolle Sache. Nun sind die kleinen Vereine zum Erreichen der Play-offs verdammt. Sollten die aus den Augen geraten, ist das nur noch Hobby-Eishockey."

Um das zu vermeiden, muss gegen den Tabellenneunten aus Frankfurt ein Sieg her. "Niederlagen gegen Köln oder Mannheim sind ja zu verkraften, wenn man weiß, dass deren Etat bei uns für fünf Jahre reichen würde", sagt Pape. "Aber wir dürfen uns nicht abschlachten lassen." (the)


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Samstag, 7. Oktober 2006, 10:22

Scheideweg

Der Kommentar

Quo vadis, Füchse?

Der Verein, vor einem Jahr in der DEL angekommen und dort wie alle anderen mit einer Nicht-Abstiegsgarantie ausgestattet, steht am Scheideweg. Wenn Hauptgesellschafter Ralf Pape wirklich aussteigen sollte, wonach es nach Lage der Dinge aussieht, müssen Helfer her. Der EVD wird Geldgeber finden müssen oder anders gesagt, in der Wirtschaft sollte sich was bewegen.

Es wäre leicht, zu leicht, in dieser Situation dem Financier Pape die Schuld für die prekäre Entwicklung anzulasten. Er trägt die Hauptlast des Etats, er bewegt neben Beinen auch reichlich Steine, wie Neuerungen in der Halle und der Bau eines neuen VIP-Bereiches belegen. Der stille Unternehmer ist kein Populist, er will auch nicht jeden Tag im Rampenlicht stehen. Aber er hat beim Projekt DEL mehr Unterstützung erwartet, mehr Zuspruch, und er will auch keine persönlichen Anfeindungen ertragen. Das ist legitim.

Nun steht alles auf der Kippe, das ist leider so! In Duisburg wird man darüber nachdenken müssen, ob man DEL-Eishockey will oder nicht. Wenn man will, muss man handeln. Die große Koalition der Sportfreunde ist gefragt. Sonst sieht es düster aus.

07.10.2006 von Klaus Offergeld
WAZ
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Samstag, 7. Oktober 2006, 10:23

Egen und Lang von der Entwicklung überrascht

Pape teilte dem Sportdirektor und Co-Trainer Freitag mit, dass sie nicht mehr in der Verantwortung stehen. "Beide sind schuldlos"

EISHOCKEY DEL

Am Freitagmorgen versammelten sich die Füchse wie immer zum Frühtraining in der Kabine. Doch es sollte kein normaler Morgen für alle Anwesenden werden. Erstmals in seiner Zeit beim EVD trat Hauptgesellschafter Ralf Pape in der Kabine vor die Mannschaft, um Klartext und Tacheles zu reden. Wenig später teilte er Sportdirektor Uli Egen und Co-Trainer Karel Lang mit, dass sie ab sofort nicht mehr für den EVD in der Verantwortung stehen würden. Pape gegenüber der WAZ: "Es war eine Trennung in beiderseitigem Einvernehmen."

Auch wenige Stunden später war Co-Trainer Lang noch sichtlich schockiert und betroffen. Es war aus seiner Sicht eine plötzliche Entscheidung. "Uli und ich haben das heute morgen zusammen erfahren. Das kam für mich total überraschend, und damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Ich wünsche mir nur, dass alle bis zum Ende der Saison alles geben werden, alles gut läuft und auch gut ausgehen wird. Ich bin selber total fertig und werde jetzt erst einmal sofort 14 Tage Urlaub machen, da ich nicht so einfach in den Alltag zurückkehren kann und an Schlaf und andere normale Dinge sowieso nicht zu denken ist", so der Tscheche.

Auch Sportdirektor Uli Egen hatte die plötzliche Trennung und Entbindung von seinen Aufgaben vollkommen auf dem falschen Fuß erwischt. Der gebürtige Füssener, der vor seiner Duisburger Zeit bei den Moskitos Essen tätig war, sagte am Nachmittag: "Mich hat diese Entscheidung komplett überrascht, und ich bin sehr getroffen. Von dieser Entwicklung habe ich überhaupt nichts geahnt, und ich konnte diese Entscheidung auch erst einmal überhaupt nicht glauben. Ich werde einige Zeit brauchen, um das Geschehene für mich zu verarbeiten und darüber hinweg zu kommen."

Egen betonte, dass er sich stets an die Vorgaben der Führungsetage (in diesem Fall Ralf Pape) gehalten habe. Pape bestätigte dies: "Uli Egen ist an dieser Entwicklung schuldlos. Dies ist das Resultat unserer Vorgaben, daran konnte Uli nichts ändern. Er und auch Karel Lang haben das Geschehene nicht zu verantworten." Egen blieb in der bitteren Sittuation fair: "Ich wünsche dem Verein alles Gute."


07.10.2006
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Samstag, 7. Oktober 2006, 10:24

Viele hoffen auf eine Zukunft

Dezernent Spaniel und EVD-Ehrenpräsident Jansen zollen Füchse-Haupptgesellschafter ihren Respekt. "Richtige Entscheidung." Es muss etwas Gravierendes passieren

EISHOCKEY DEL

Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: Die Füchse Duisburg müssen künftig ohne ihren Hauptsponsor Ralf Pape auskommen. Viele befürchten nun das Aus des Duisburger Eishockeys. "Den Teufel sollte man jetzt noch nicht an die Wand malen", sagt der langjährige Kapitän Torsten Kienass, der nun die Spieler in der Pflicht sieht, das Vertrauen der Fans zurückzugewinnen. "Die Entscheidung von Ralf Pape müssen wir akzeptieren. Es ist nicht die Aufgabe der Spieler, sich über die wirtschaftlichen Gegebenheiten und Perspektiven Gedanken zu machen. Es geht in erster Linie um Sport. Und der wird auf dem Eis betrieben. Dort muss nun Leistung gezeigt werden. Jetzt merkt jeder Spieler, worum es geht. Wir müssen weitermachen, alle an einem Strang ziehen. Denn bis zum Ende der Saison hat jeder Spieler nun Zeit, seinen Job ordentlich zu erfüllen."

Sportdezerzent Reinhold Spaniel, regelmäßiger Gast bei den Heimspielen der Füchse, sagte der WAZ zur aktuellen Entwicklung im Fuchsbau: "Ich bedaure das sehr. Aber ich ziehe auch meinen Hut vor Ralf Pape und drücke meine absolute Hochachtung vor ihm aus. Er wird seine Gründe haben für diese Entscheidung. Aber dass er und Dieter Hegen die Saison zu Ende bringen, ist richtig. Dazu gehört Mut. Niemand weiß, wie es mit unserem Eishockey weitergeht. Aber man muss hoffen, dass es eine Zukunft geben wird."

Auch für Dieter Jansen, 13 Jahre lang EVD-Chef und heutiger Ehrenpräsident, stand außer Frage, dass "Ralf Pape die richtige Entscheidung getroffen hat. Ich kann das nur unterstützen und nachvollziehen, wenn man viel privates Geld investiert hat. Ich bin natürlich absolut entsetzt und traurig." Zur Zukunft der Füchse in Duisburg und in der DEL sagte Jansen: "Es muss weitergehen! Aber wir haben keine Chance, wenn nichts Gravierendes passiert. Ich wünsche mir, dass jetzt ein Ruck durch die Wirtschaft geht. Ich jedenfalls bin bereit, zu helfen, wo ich kann."


07.10.2006
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Samstag, 7. Oktober 2006, 10:25

Der große Knall

Hauptgesellschafter Ralf Pape kündigt seinen Rückzug vom Duisburger Eishockey und EVD zum Saisonende an. Sofortige Trennung von Sportdirektor Egen und Co-Trainer Lang. Hegen bleibt

EIHOCKEY DEL

Der Eishockeysport in Duisburg steht vor einer mehr als ungewissen Zukunft. Füchse-Hauptgesellschafter Ralf Pape kündigte Freitag an, dass er sich mit seiner Beteiligungsgesellschaft zum Ende der Saison aus dem Duisburger Eishockey zurückziehen wird. Gleichzeitig gab der DEL-Club die Trennung von Sportdirektor Uli Egen und Co-Trainer Karel Lang bekannt.

Drei Tage nach der desolaten Vorstellung des Teams gegen Köln zog Pape damit die Konsequenz aus einer Entwicklung, die sich schon seit einiger Zeit anbahnte. Pape, der nach eigenen Angaben mit seiner Gesellschaft, an der auch seine Ehefrau Petra beteiligt ist, rund 66 Prozent des Gesamtetats der Füchse bestreitet, begründete die Trennung von Sportdirektor und Co-Trainer wie folgt: "Ich wollte beide aus der Schusslinie nehmen, sie können momentan nicht weiterhelfen. Da keiner weiß, wie es nächste Saison mit dem Eishockey in Duisburg weitergeht, vor allem auch nicht finanziell, ist ein Sportdirektor ohne Funktion überflüssig. Mir persönlich ist die Entscheidung über die Trennung sehr schwer gefallen. Am liebsten wäre ich heute selbst zurückgetreten." Dagegen wird Trainer Didi Hegen auch weiterhin das sportliche Sagen bei den Füchsen haben. "Didi und ich haben uns zusammen die Suppe DEL eingebrockt, und die werden wir auch bis zum Ende gemeisam auslöffeln" gab Pape bekannt.

Seine Entscheidung, so Pape, habe er am Freitagmorgen gefällt. Seinen Rückzug zum Saisonende begründete er zudem mit mangelnder Entwicklung rund um den EVD. "Egal in welcher Liga wir spielen, ich glaube, dass zu uns immer die gleichen Zuschauer kommen werden. Die Fans, die wir haben sind klasse, aber es werden leider nicht mehr. Und wenn ich dann noch höre, dass Spieler wie Michael Henrich gefeiert und unsere eigenen Spieler ausgelacht werden, macht es bei mir Klick. Und da fing es an, dass ich den Spass verloren habe. Ich habe auch keine Lust mehr, mich beschimpfen zu lassen."

Wie es mit dem Eishockey in Duisburg in Zukunft weitergehen wird, konnte Pape nicht beantworten. "Die Saison ist finanziell gesichert, wir werden ganz sauber zu Ende spielen. Wir werden die kommenden Monate nutzen, mit allen Gespräche zu führen, um DEL-Eishockey auch in Zukunft möglich zu machen. Ich habe den Verein verschuldet übernommen und werde ihn absolut schuldenfrei übergeben".

Im Beisein von Edgar Kaspers, dem Leiter Sponsoring und Events der König-Brauerei, der darauf verwies, dass König kein größeres Engagement beim EVD übernehmen könne, forderte Pape: "Die heimische Wirtschaft ist jetzt gefordert. Vielleicht gelingt es uns alles auf mehrere Schultern zu verteilen. Eishockey gab es schon vor mir in Duisburg und wird es auch nach mir geben ".

Zur Entwicklung beim EVD fügte Kaspers hinzu: "Alle wollen in Duisburg Spitzensport sehen, aber keiner will ihn bezahlen." Er war sich mit Pape einig: Ein Appell an Wirtschaft und Politik."Am liebsten wäre ich heute selbst zurückgetreten"


06.10.2006 Von Ben Nieleck
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Sonntag, 8. Oktober 2006, 01:45

Als alter DSC Kaiserberg Fan,finde ich die Entwicklung beim EV Duisburg bedauernswert.War es damals der Paßfälscherskandal,könnte ein zu geringes Zuschauerinteresse gemixt mit einem fehlenden Support durch die hiesige Wirtschaft,dazu führen,das der EV Duisburg wieder von der Eishockeylandschaft verschwindet. :heul:Genial was sich im Frühjahr 05 abspielte.Der MSV und der EVD stiegen unisono in die jeweilige Eliteliga auf.Und heute,auf dem Eis Tristesse und auf dem Rasen keimen wieder Hoffnungen aufzusteigen.Vielleicht gibt es im Frühjahr wieder was zu feiern.Der MSV wieder,der EV Duisburg bleibt erstklassig.Für die treuen Fans beider Lager ein Wunschgedanke In diesem Sinne :evd: :msv1:
Phantasie ist wichtiger als Wissen,denn Wissen ist begrenzt.

Albert Einstein (1879-1955)

Deutscher Physiker und Nobelpreisträger (1935) Reclaim Wedaustadion :MSV Fahne:
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