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wolpi

Fortgeschrittener

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  • »wolpi« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 223

Wohnort: Duisburg-Walsum

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1

Donnerstag, 21. Januar 2010, 17:35

Gibt es die Mafia in NRW, also auch in Duisburg?

In der Presse ist es in der letzten Zeit ruhig um das Thema Mafia geworden. Nach dem 6 fach Mord in Duisburg und der damit verbundenen Berichterstattung hat sich gestern der Landtag NRW mit dieser Thematik befasst. Die Landesregierung (CDU und FDP) kommt zu dem Entschluss, dass in NRW keine Gefahr seitens der Mafia ausgeht. Weiterhin wird unterschwellig behauptet, dass wir kein Mafiaproblem haben. Jetzt stellt ich mir die Frage, wo leben denn diese Herrschaften (Rüttgers - Ministerpräsident - und sein Innenminister von der FDP). Offenbar in einer heilen Welt.

Es wurden in den letzten Jahren in NRW, aber auch bundesweit, zahlreiche Stellen bei der Polizei (u.a. OK-Dienststellen) abgebaut. Die verbliebenen Dienststellen wurden mit Arbeitsaufträgen (Bekämpfung von Massendelikten -Fahrradiebstahl, Kfz.-delikte, Tageswohnungseinbrüche- sowie Terrorbekämpfung - die damit verbundene Gefahrenabwehr-) überschüttet. Das Deliktsfeld der Wirtschaftskriminaltät und der Organisierten Kriminalität wurde stiefmütterlich behandelt. Wenn also in diesem Bereich keine Ermittlungen geführt werden, wird die Dunkelziffer der dort begangenen Taten sehr hoch bleiben. Eine Aufklärung wird auch nicht erfolgen können.

Übersetzt heißt dies für den Normalsterblichen: Stochert man in kein Wespennest, können auch keine Wespen festgestellt werden.

Dann kann man seitens Rüttgers und Wolf auch lautstark behaupten, das es keine Mafia in NRW gibt.

Ich finde dies Verarsche an den Bürgern und Wähler und taktisches Geplänkel vor der anstehenden Landtagswahl, denn wer gesteht sich denn gerne ein, in diesem Deliktsfeld politisch versagt zu haben.

Hier nur ein Pressebericht von heute, der einmal die Hintergründe durchleuchten sollte:


Leverkusen Toter von A59 identifiziert


zuletzt aktualisiert: 21.01.2010 - 16:52
Leverkusen (RPO) Die Leiche, die
Passanten am Freitag an der A59 gefunden hatten, ist identifiziert. Das
gaben Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag bekannt. Jetzt
suchen sie Bekannte des Toten.



Umfangreiche Ermittlungen haben
bestätigt, dass es sich bei dem Toten um den 43-jährigen Ricardo Corvo
handelt, teilte ein Polizeisprecher mit. Der Getötete wohnte erst seit
November 2009 in einem Appartement in Köln. Er ist gebürtiger Italiener.

Der Mordkommission "MK Sempre" stellen sich nun
weitere Fragen: Wer kannte Ricardo Corvo und kann Angaben zu seinem
sozialen Umfeld machen? Wer hatte Kontakt mit ihm oder kennt andere
Kontaktpersonen? Wie hat Ricardo Corvo seinen Lebensunterhalt
bestritten? Wann wurde er zuletzt lebend gesehen? Wer kann Angaben zu
der Tat oder den Tätern machen? Wer hat vom 2. Januar bis zum 15.
Januar verdächtige Beobachtungen an der Leichenfundstelle gemacht?

Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 11 unter der Telefonnummer 0221-290 entgegen.


Quelle: Rheinische Post - online


Hier stellt sich die Frage, hat das einen normalen Hintergrund (Beziehungstat) oder einen anderen?
Es gibt nachweislich organisierte Banden im Hinblick der Kfz.-Kriminalität (zumeist aus den ehemaligen Ostblockstaaten oder aus dem Balkan). Die haben (müsste man Rüttgers Aussage so deuten) bestimmt nicht mit mafiaähnlichen Strukturen zu tun!? Auch nicht das Rauschgiftgeschäft (- handel), welches gut durchorganisiert ist, müsste demnach mit der Mafia zu tun haben. Sind wohl alles Einzeltäter.
Ich stelle mir hier die Frage, gibt es die Mafia oder gibt es sie nicht?

Natürlich wollen so Leute wie Strangio ihre Geschäfte im Verborgenen ohne viel Aufsehen machen. Es wird auch keiner mit einem T-Shirt herumlaufen, wo darauf steht, ich bin Mitglied der Camorra oder Cosa Nostra. Wenn man aber nicht in die Tiefe der Recherche geht, wird man immer unwissend bleiben und das Wahlvolk für dumm verkaufen können.

Hier noch ein Hinweis:

Seit den grausamen Mafia-Morden von Duisburg diskutieren Politik
und Sicherheitsexperten in NRW über die organisierte
Kriminalität. Eine jüngste Antwort der Landesregierung
auf eine parlamentarische Anfrage lässt Fachleute zweifeln,
dass NRW den Herausforderungen durch die Ableger der italienischen
Familienclans wirklich gewachsen ist. Tun der Staat und seine
Polizei genug, um die OK, wie es im Fachjargon heißt, zu
bekämpfen? Oder hat sich die Mafia längst behaglich
eingerichtet und die Behörden sehen es nicht oder wollen es
gar nicht sehen? WESTPOL mit eine kritischen Bestandsaufnahme.

Quelle: WDR - Westpol


Es grüsst ..... ;)
wolpi, der GRÜNEwolpi, der GRÜNE :whisper:

biosphaeren

Schüler

  • »biosphaeren« ist männlich

Beiträge: 70

Wohnort: Hochfeld

Danksagungen: 1

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2

Freitag, 22. Januar 2010, 18:51

Das ganze Thema wird von der Politik nicht oder kaum behandelt, verdrängt, verharmlost und totgeschwiegen.

Jeder der mit offenen Augen durch die Welt geht weiss: "Die Mafia gibt es nicht! Es gibt dutzende!"

Egal ob die Pizzabäcker, die sich an unserem edlen Silberpaläh abknallen, die Pseudomotorrad- Kriminellen, die sich auf die Fresse hauen, oder jegliche andere Vereinigung von sozialen oder ethnischen Gruppen.Kriminelle organisierte Machenschaften sind auf dem Vormarsch, um so cleaner, umso besser. Einer von ihnen steht ja grade mal Rede und Antwort. Schneider packt hoffentlich noch ein bisschen mehr aus, wie unsere Häuptlinge mit in der Sache drin hängen.

Normalbürger ist der gekniffene. Wer keine Steuern im großen Stil hinterzieht, keine Gelder ins Ausland schafft, niemanden erpresst, oder mit illegalen Geschäften Geld verdient ist nur mit großem Talent und viel Glück in der Lage seinen Wohlstand zu vergrößern. Die unmoralischen sind auf der Überholspur. Und solange wir Menschen wählen, die dem Tür und Tor öffnen und mitmachen wird sich nichts ändern.
Einfach mal meine homepage besuchen:
www.biosphaeren.de

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